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Gwächtenhorn 3404m (H/A/WS) Sarah Wirth

Tourengruppe/-Typ Hochtour, Sektion, Tourengruppen-Parent
Startdatum 2025-08-23
Enddatum 2025-08-24
Anmeldeschluss 2025-07-20
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Beschreibung

23.8.2025 – 24.8.2025 [Sa-So] Das Gwächtenhorn ist ein 3420m hoher vergletscherter Gipfel im Sustengebiet. Bei der Tour handelt es sich um eine sehr lohnende Überschreitung mit Gratkletterei im 2. Schwierigkeitsgrad. Samstag: Fahrt mit dem ÖV zum Hotel Steingletscher bzw. mit dem Auto zum Parkplatz Umpol. Hüttenanstieg (zuerst auf rot-weiss markiertem Wanderweg und teilweise auf der Strasse) und später auf blau-weiss markiertem Wanderweg zur Tierberglihütte SAC (940Hm in ca. 3 Std.). Übernachtung und Halbpension in der Hütte.

Sonntag: Mit Start um 05:45 Uhr von der Hütte (2797 m) über den Gletscher beginnt der Aufstieg zum Tierberglimi/Chelenlücke (3194 m). Dort beginnt die Kletterei über den exponierten und sehr interessanten Grat, der direkt am Gipfel endet (ca. 3 Std.). Der Abstieg ist einfach und führt in einem grossen Bogen über die Sustenlimi zurück zur Tierberglihütte (ca. 2 Std.) bzw. zum Hotel Steingletscher und Heimreise.

Tourenbericht

Teilnehmer:innen
Sebastian Steiner
Verhältnisse
Alles Top: Teilnehmer, Wetter, Gratkletterei, Gletscher

Bei schönem Wetter reisten wir am Samstagmorgen zum Parkplatz Umpol am Sustenpass. Um uns optimal auf die Tour einzustellen, besuchten wir zuerst einen der vielen Klettergärten. Bei Sonnenschein, wenn auch eher kühlem Wetter konnten wir einige schöne Seillängen klettern. Danach ging es hinauf zur Tierberglihütte, die wir nach knapp zwei Stunden erreichten. Mittlerweile hatte das Wetter umgeschlagen. Es war kalt und es herrschte dichter Nebel. Dafür war es in der vollen Hütte gemütlicher.
Am Sonntag ging es um 5:45 Uhr los. Während sich die meisten Bergsteiger*innen auf den Weg Richtung Sustenhorn machten, gingen wir einsam in Richtung Gwächtenhorn. Mit den ersten Sonnenstrahlen suchten wir unseren Weg zwischen kleinen und sehr grossen Gletscherspalten. Dass wir nicht allein waren, merkten wir spätestens am Einstieg: Stau. Nach einer gefühlten Ewigkeit mit eiskalten Fingern und Füssen konnten wir endlich mit der Kletterei beginnen. Wir kamen zügig voran und überholten schon bald die grosse Gruppe vor uns. Nach einem letzten schönen Kletterzug erreichten wir schliesslich den Gipfel. Überglücklich – aber auch ein wenig traurig, dass die Kletterei schon vorbei war – machten wir uns an den Abstieg.
Im grossen Bogen über den Steingletscher ging es zurück zur Hütte. Nochmals war volle Konzentration gefragt, da der Weg im Zickzack über die Spalten führte. An der Hütte angekommen, genossen wir das Traumwetter, bevor es zurück zum Ausgangspunkt ging.
Ein wirklich tolles Bergwochenende mit allem, was man sich wünschen kann.

Berichterstatter:in
Sebastian Steiner